Richtfest bei neuem Zentrum

Der Bau des Familien- und Bildungszentrums in Langquaid macht Fortschritte – im April 2019 soll es bezogen werden. 


Von Josef Eder

Richtfest in Langquaid (v. l.): Michael Büchl, Bürgermeister Herbert Blascheck, Sandra von Hösslin Foto: Eder

LANGQUAID. Mit dem Neubau des Familien- und Bildungszentrums setzt der Markt Langquaid wieder einmal Akzente und unterstreicht seinen Anspruch, für alle Generationen Heimat zu sein. Am Mittwoch wurde Richtfest, wenige Monate nachdem Spatenstich, gefeiert.

Betreuung und Bildung

Bei diesem Zentrum, das nach seiner Fertigstellung in der Kombination im Erdgeschoss eine Kindertagesstätte mit Kindergarten (25 Plätze) und Kinderkrippe (zwölf Plätze), im ersten Obergeschoss eine Tagespflege für Senioren (20 Plätze) – beides betrieben von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) – und im zweiten Obergeschoss die Volkshochschule des Marktes Langquaid beherbergen wird. Baubeginn war im November 2017. Die Fertigstellung mit Bezug soll im April 2019 sein.

Bürgermeister Herbert Blascheck sagte: „Das Richtfest ist für jeden Bauherrn etwas Besonderes und ein sichtbares Zeichen, wenn das Bäumchen am First festgenagelt ist, dass gewissermaßen die Halbzeit auf der Baustelle erreicht ist. Der Bau bewegt sich in großen Schritten auf die Fertigstellung zu.“ Er nutzte die Gelegenheit, sich für das schnelle und gute Gelingen des Neubaues zu bedanken und die Entstehungsgeschichte Revue passieren zu lassen.

Der Markt Langquaid hat sich mit dem Projekt Familien- und Bildungszentrum für dieses Programm beworben und wurde von der Regierung von Niederbayern auch ausgewählt, so dass Langquaid, damit eine von fünf Städten und Gemeinden in Niederbayern ist, die Mittel aus diesem Förderprogramm erhalten. Eigentümer des kompletten zweiten Obergeschosses mit den Räumen für die Volkshochschule (VHS) wird der Markt Langquaid werden, der dafür Fördermittel in Höhe von 90 Prozent aus dem „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier 2017“ erhalten wird. Die ständig wachsende VHS ist derzeit in mehreren Gebäuden beheimatet. Jetzt kann sie einen Stützpunkt aufbauen. Hier werden dann viele Veranstaltungen stattfinden. Die Räume sind teil- oder erweiterbar, so dass auch größere kulturelle Veranstaltungen stattfinden können.

Gemeinsam mit dem Familien- und Bildungszentrum entsteht eine Wohnanlage für Mehrgenerationenwohnen Diese besteht aus zwei Gebäuden mit insgesamt 28 barrierefreien Wohnungen. Auf einer Fläche von knapp 4500 Quadratmetern zwischen der Herrnwahlthanner Straße und der Schulstraße wird es ein „neues städtebauliches Quartier“ in fußläufiger Entfernung zum Marktkern. Konzipiert wurde das Gesamtprojekt von der B+Z Projektbau GmbH aus Kelheim, die auch den Bau des Familien- und Bildungszentrums als Bauträger realisiert.

Gutes Zusammenspiel

„Es ist beeindruckend, wie schnell die Idee dieses neuen Zentrums Gestalt annimmt. Sicher liegt es am reibungslosen Zusammenspiel der unterschiedlichen Gewerke auf der Baustelle und den Behörden im Genehmigungsverfahren“, so Sandra von Hösslin vom AWO-Kreisverband. Michael Büchl von der B+Z Projektbau GmbH hob hervor, dass nach einem Anruf de Bürgermeisters die Idee des Zentrums schnell Gestalt annahm. Eine gesunde Durchmischung, um dem Flächenfraß entgegenzuwirken, sollte es sein. Für die ideale Nachverdichtung habe man eine Fläche im Innerortsbereich nahe der Schulen und Kindergärten gehabt. Markt und Landkreis befürworteten die zu entstehende Bildungsstätte für Jung und Alt, so dass der Bau beginnen habe können. Den Richtspruch sprach Zimmermeister Raphael Schmied. Die Kosten wurden mit vier Millionen Euro beziffert.