Mehr Plätze für Kinder und Senioren

Langquaid baut ein neues Familien- und Bildungszentrum. Die neue Kindertagesstätte wird von der Arbeiterwohlfahrt betrieben. 

Von Alexander Roloff

So soll das künftige Familien- und Bildungszentrum in Langquaid aussehen. Zeichnung: Markt Langquaid
So soll das künftige Familien- und Bildungszentrum in Langquaid aussehen. Zeichnung: Markt Langquaid

LANGQUAID.Die Markträte haben grünes Licht für den Neubau eines Familien- und Bildungszentrums in der Langquaider Schulstraße gegeben. Direkt gegenüber der alten Volksschule als Herberge der Kinderkrippe und einer Kindergartengruppe wird das generationenübergreifende Angebot für Familien um einen neuen Baustein erweitert. „Mit dem Bau des Zentrums schaffen wir ein weiteres innovatives Angebot für Kinder, Familien und Senioren. Gleichzeitig unterstreichen wir mit dieser neuen Einrichtung unseren Anspruch, Heimat für alle Generationen zu sein“, führte Bürgermeister Herbert Blascheck aus.

Grundgedanke für die Ausweitung des Angebots war der Bedarf an weiteren Kinderkrippen- und Kindergartenplätzen. Der soll im Erdgeschoss durch eine neue zweigruppige Kindertagesstätte gedeckt werden. Als Betreiber der neuen Kindertagesstätte hat sich die Arbeiterwohlfahrt (AWO) zur Verfügung gestellt, die im ersten Obergeschoss des Familien- und Bildungszentrums eine Tagespflege für Senioren einrichten wird. Beide Bereiche werden Eigentum der AWO.

Im zweiten Obergeschoss wird die vom Markt Langquaid betriebene Volkshochschule das Bildungsangebot des neuen Zentrums abrunden. Als Baukostenzuschuss für die Arbeiterwohlfahrt fällt für den Markt ein Betrag in Höhe von etwa 877000 Euro an, der voraussichtlich zu 70 Prozent staatliche Förderung erfährt. Im Gegenzug verpflichtet sich die AWO die Kindertagesstätte für die nächsten 25 Jahre zu betreiben.

Darüber hinaus beteiligt sich der Markt an der Schaffung eines Mehrzweckraums in der Kindertagesstätte mit einem einmaligen Betrag von 73000 Euro. Dieser Raum kann auch von der VHS genutzt werden. Den Bereich der Tagespflege finanziert die AWO ausschließlich aus Eigenmitteln.

Markt erwirbt Obergeschoss

Der Markt Langquaid wird das komplette zweite Obergeschoss mit einer Gesamtnutzfläche von etwa 400 Quadratmeter zu einem Kaufpreis von etwa 1,2 Millionen Euro als Eigentum erwerben. Diese Kosten werden in Höhe von 90 Prozent aus dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ gefördert. Baubeginn für das Familien- und Bildungszentrum soll im Herbst sein. Eröffnung ist zum Kindergartenbeginn 2018 geplant. Gleichzeitig soll am unmittelbar angrenzenden Grundstück „Mehrgenerationenwohnen“ von der Firma B+Z realisiert werden. Im Rahmen dieses Konzepts wird auch eine Fußwegverbindung von der Herrnwahlthannerstraße zur Schulstraße angelegt.

Um die Beliebtheit Langquaids als Einkaufsort zu steigern, orientierten sich die Verantwortlichen des Marktes am Einzelhandelsentwicklungskonzept, das 2006 im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ erarbeitet wurde. „Der breitgefächerte Branchenmix mit seiner Vielzahl interessanter Fachgeschäfte, die wachsende Kaufkraftbindung und der wachsende Kaufkraftzufluss machen den Erfolg deutlich sichtbar“, sagt Bürgermeister Blascheck. Dementsprechend soll diese Strategie mit neuen Zielen fortgesetzt werden. Den Auftrag zur Aktualisierung des Konzepts erhielt das auch bisher verantwortliche Stadtentwicklungsbüro Planwerk aus Nürnberg für 14.190,75 Euro. Abschließend wurden Dieter Heinrich als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Adlhausen und Stephan Ganslmayer als Stellvertreter in ihren Ämtern bestätigt.

Nachdem das in der letzten Sitzung vorgestellte Modell der Aussichtsplattformen für die Labertaler Storchenroute nicht gefallen hatte, wurde im Bauausschuss ein weiterer Vorschlag ausgearbeitet. Die Aussichtsplattformen sind fester Bestandteil des Gesamtkonzepts der Storchenroute. Nach einem Kompromissvorschlag wird die Plattform an der Station in Leitenhausen auf einer Höhe von eineinhalb Meter mit einer niedrigen, filigranen Treppe gestaltet. Der Durchmesser beträgt zweieinhalb Meter. Gestaltet wird der Aussichtspunkt in „Storchennest-Optik“.

Rampe für Rollstuhlfahrer

An der Station in Langquaid entsteht ebenfalls in „Storchennest-Optik“ ein Aussichtspunkt, der einen halben Meter hoch und mit einer kleinen Rampe erreichbar ist. Das Fernrohr mit Blick ins Labertal und zum Langquaider Storchennest soll am Rand angeordnet werden, so dass auch Rollstuhlfahrer genügend Platz haben, sich umzudrehen. Die Rampe soll so gestaltet werden, dass sie auch von einem Rollstuhlfahrer mit Schiebehilfe erreichbar ist. Zum Aussichtspunkt soll ein Schotterrasenweg führen. Der Auftrag wurde für 19795 Euro an den Bildhauer Örni Poschmann aus Johannesbrunn vergeben. 80 Prozent der Kosten trägt das Amt für ländliche Entwicklung.